Bundeswehrfachschule Koblenz
Am 04.11.1957, in einer Zeit, als Erwachsenenbildung und zweiter Bildungsweg noch keine selbstverständlichen Begriffe in der Bundesrepublik Deutschland waren, wurde in Koblenz im Rahmen der Berufsförderung für Soldaten die erste Bundeswehrfachschule mit der Bundeswehrfachschulkompanie ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist die älteste und eine der größten Bundeswehrfachschulen. In jedem Schulhalbjahr besuchen ihre Lehrgänge rund 300 ausscheidene Zeitsoldaten und Reservisten, die ihren Anspruch auf Weiterbildung nach dem Soldatenversorgungsgesetz wahrnehmen.
Wie an den Kollegs des zweiten Bildungsweges in den Ländern, können an der Bundeswehrfachschule staatliche Bildungsabschlüsse erlangt werden. Neben der allgemeinen mittleren Reife können die Fachschul- und die Fachhochschulreife in den Fachrichtungen Verwaltung, Wirtschaft, Technik und Sozialpädagogik erworben werden. Die Zeitsoldaten erhalten so die Möglichkeit, Allgemeinbildung und Fachkenntnisse in diesen Richtungen zu erwerben und ihre Bildung so zu erweitern und auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, dass der Wiedereintritt in das zivile Berufsleben erleichtert und langfristig die Chance zum beruflichen Aufstieg verbessert wird.
In das allgemeine Bildungsangebot bezieht die Schule berufliche Ausbildungslehrgänge ein, die auf die Anforderung moderner Berufe abgestimmt sind und in Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern durchgeführt werden. So wird zum Beispiel die Fachausbildung zum Bürokaufmann angeboten.
Der Vorbereitung auf die einzelnen Lehrgänge dienen eigene Kurse.
Die Lerngruppen an der Schule sind meist relativ klein, so dass die Lehrgangsteilnehmer
von den zivilen Fachlehrern individuell beraten
werden können.